Bolivien – Teil 1
Bolivien – ein vielfältiges Land. Nicht nur wegen den Höhenunterschieden, sondern auch den unterschiedlichen Landschaften.
In Bolivien haben wir uns am längsten aufgehalten. Wir waren schon sehr gespannt auf Bolivien, besonders, weil wir es, kaum abwarten konnten, nach Salar de Uyuni zu fahren (dazu später mehr, in Teil 2) Insgesamt waren wir ca. 10 Tage in Bolivien. Zuerst ging es nach Santa Cruz, dann hoch nach La Paz, weiter zum Titicacasee und dann runter zu der Salzwüste Salar de Uyuni, quasi einmal quer durch Bolivien – obwohl es natürlich noch viel mehr dort zu sehen gibt.
Was uns während unsere Reise aufgefallen ist: Bolivien ist das Land mit den meisten „…höchste/größte/gefährlichste…irgendetwas…der Welt“
1. Stopp – Santa Cruz:
Die Fahrt nach Santa Cruz war schon ein Erlebnis an sich, wie ihr im letzten Bericht lesen konntet. Santa Cruz ist die größte Stadt des Landes. Den Eindruck hatten wir ganz und gar nicht. 3 Tage lang haben wir uns in der schönen Stadt aufgehalten. Diese 3 Tage haben wir genutzt um einfach ein bisschen zu entspannen. Somit waren unsere Hauptbeschäftigungen: Jugo Natural in einem Cafe trinken, durch die Geschäfte schlendern, über den Souvenirmarkt laufen, die Sonne im grünen Park genießen, Leute beobachten, die Kultur auf uns wirken lassen oder auch Fotoshootings mit dem Hostel-eigenen Tukan machen. Wie gesagt, Santa Cruz wirkt ganz und gar nicht wie die größte Stadt Boliviens. Dort ist alles sehr friedlich, ruhig, nette Leute … Was uns allerdings auch direkt aufgefallen ist, war das Wetter. Auch wenn es morgens stark regnet, sollte man sich nicht die Laune dadurch verderben lassen, denn schon ein paar Stunden später gibt es den schoenesten Sonnenschein! So, das wars zu Santa Cruz!!
2. Stopp: La Paz
Zunächst erst einmal etwas Lehrreiches. La Paz ist NICHT die Hauptstadt von Bolivien (was viele Leute denken, uns eingeschlossen). Sucre ist die Hauptstadt von Bolivien, La Paz „nur“ der Regierungssitz des Landes. Und jetzt auch einer der oben genannten Sätzen: Mit einer Höhe von bis zu 4100m ist La Paz der höchstgelegene Regierungssitz der Welt. Und genau diese Höhe hat uns richtig zu schaffen gemacht. Ohne es zu wissen, dass es die Höhenkrankheit gibt, mussten wir doch feststellen, dass wir uns diese „eingefangen“ hatten. Die anderen Backpacker in unserem Hostel waren total verwundert wie gut es uns denn gehen würde, da wir direkt von Santa Cruz nach La Paz gefahren sind, was ein Höhenunterscheid von ca. 3.600m Unterschied. Kopfschmerzen und Erschöpfung sind dabei nicht wegzudenken. Schon alleine wenn man morgens nur ins Bad ging, war man schon völlig aus der Puste.
La Paz an sich ist eine interessante Stadt. Besonders die Kulisse ist sehenswert. La Paz gleicht einen „Trichter“. Das Zentrum ist quasi von Hängen aus Häusern umgeben, die sich von den Bergen bis ins Zentrum erstrecken, quasi Wasserfall mäßig. Demnach ist es auch nicht gerade körperlich einfach in La Paz rumzulaufen, da undendlich viele kleine Straßen auf und ab gehen. Hinzu kommt der enorme Gas-Ausstoß von den Autos, die mit aller Mühe versuchen die Straßen hochzufahren.
Attraktionen in La Paz sind z.B. die vielen verschiedene Märkte. Souvenirmärkte gibt es reichlich, dort reiht sich Geschäft an Geschäft und leuchten mit den kräftigen Farben der typischen bunten Stoffe. Dann gibt es auch noch den bekannten Hexenmarkt, wo man alles Mögliche an Kräutern und andere rituelle Waren kaufen kann, u.a. Lamaföten, nicht gerade ansehnlich. Coca-Blätter ist eines der beliebtesten Produkte, nicht nur bei Touristen, sondern vor allem auch bei den Einheimischen. Diese Blätter kaut man. Die Auswirkungen sind dann Sättigungsgefühl und soll auch gegen die Höhenkrankheit helfen.
Eine weitere Attraktion ist noch der Illimani, ein 6.400m hohe Berg, welcher als Wahrzeichen für Bolivien gilt.
Und zum guten Schluss über La Paz: die wohl bekannteste Attraktion in La Paz ist die „Death Road – Die gefährlichste Straße der Welt“. Die Yunga Straße ist eine ca. 60km lange Straße, die von La Paz bis nach Coroci reicht. Diese Straße wurde 1930 erbaut und war die einzige Verbindung zwischen den beiden Städten. Die einspurige Straße führt ohne Leitplanken an steile Abhänge entlang. Regen und Nebel erschweren die Fahrt auf dieser Straße. Im Jahr 1995 wurde diese Straße von der Interamerikanischen Entwicklungsbank zur „Gefährlichsten Straße der Welt“ ernannt. Komischerweise ist genau diese Straße seit den 1990er Jahren wegen der Gefährlichkeit ein beliebtes Reiseziel. Auch wir haben uns dem Trend angeschlossen und diese Tour auf uns genommen. 4h lang ging es Gott sei Dank nur bergab, vorbei an steilen Abhängen (siehe Fotos bei Picasa). Man muss aber doch schon sagen, die Landschaft dort ist ein Traum!!!
So, das war der erste Teil von Bolivien. Der 2. Teil folgt in Kürze J
Ganz viele liebe Grüße aus Argentinien, Tandil!!
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